Die halbe Stunde, die jeden Tag verschwindet

Es sind selten die großen Projekte, die Zeit fressen. Es ist der Bericht, den jemand jeden Montag aus drei Dateien zusammenbaut. Der Ordner, aus dem Rechnungen von Hand umbenannt und einsortiert werden. Die Liste, die vor jeder Inventur neu gefiltert wird. Einzeln betrachtet wirkt das alles harmlos.

Rechnet man es aufs Jahr hoch, kommen schnell mehrere Arbeitswochen zusammen. Dazu kommt ein Risiko, das sich schlecht beziffern lässt: Solche Abläufe stecken meist im Kopf einer einzigen Person. Fällt sie aus, weiß niemand genau, in welcher Reihenfolge was passieren muss.

Automatisierung heißt in der Praxis nicht Roboter und künstliche Intelligenz, sondern ein sauber gebautes Skript, das die immer gleichen Schritte zuverlässig ausführt. Es läuft nachts, protokolliert, was es getan hat, und meldet sich, wenn etwas nicht stimmt.

Vorher, von Hand

Jemand muss daran denken und Zeit dafür einplanen.
Bei Urlaub oder Krankheit bleibt die Aufgabe liegen.
Fehler fallen erst auf, wenn sich später jemand wundert.
Der genaue Ablauf steht nirgends, nur im Kopf einer Person.

Nachher, automatisiert

Läuft zur festgelegten Zeit, auch nachts und am Wochenende.
Ist unabhängig davon, wer gerade im Haus ist.
Meldet sich selbst, wenn etwas nicht stimmt.
Der Ablauf ist dokumentiert und nachvollziehbar.

Was sich typischerweise automatisieren lässt

Berichte zusammenstellen

Zahlen aus mehreren Quellen einsammeln, aufbereiten und als fertige Datei oder Mail verschicken.

Dateien sortieren und umbenennen

Eingehende Rechnungen, Lieferscheine oder Scans nach festen Regeln ablegen und benennen.

Mails auswerten

Anhänge automatisch entnehmen, Inhalte auslesen und in ein System übertragen.

Datenbestände abgleichen

Zwei Listen vergleichen, Abweichungen finden und als Prüfliste ausgeben.

Sicherungen kontrollieren

Prüfen, ob Backups tatsächlich gelaufen sind, und Bescheid geben, wenn nicht.

Benutzerkonten anlegen

Neue Mitarbeitende in Windows, Mailsystem und Fachanwendungen einheitlich einrichten.

Rechnungen erzeugen und versenden

Wiederkehrende Abrechnungen automatisch erstellen, prüfen und rausschicken.

Preise und Bestände überwachen

Werte regelmäßig abfragen und melden, sobald eine Grenze über- oder unterschritten wird.

Womit wir automatisieren

Für die meisten Aufgaben ist Python das Mittel der Wahl, weil es sich gut lesen lässt und für fast jedes Format eine erprobte Bibliothek existiert. Auf Windows-Servern arbeiten wir zusätzlich mit PowerShell, auf Linux mit Bash und systemd. Für Abläufe, die mehrere Systeme betreffen, kapseln wir alles in Docker, damit es überall gleich läuft.

Skriptsprachen

PythonPowerShellBashPHP

Datenformate

ExcelCSVJSONXMLPDF

Zeitsteuerung

systemdcronAufgabenplanung

Betrieb

DockerLinuxWindows Server

So gehen wir vor

Ablauf beobachten

Wir lassen uns die Aufgabe einmal in Ruhe zeigen, so wie sie wirklich läuft, nicht wie sie beschrieben ist.

Sonderfälle sammeln

Was ist mit Stornos, Nachträgen oder der einen Kundennummer, die anders aufgebaut ist. Genau daran scheitern Automatisierungen sonst.

Skript bauen und testen

Erst im Testbetrieb mit echten Daten, ohne dass etwas geschrieben oder verschickt wird.

Parallelbetrieb

Eine Zeit lang läuft beides nebeneinander. So sehen Sie schwarz auf weiß, dass das Ergebnis stimmt.

Scharf schalten und überwachen

Danach läuft die Automatisierung eigenständig, mit Protokoll und Benachrichtigung im Fehlerfall.

Was Sie davon haben

Zeit für sinnvollere Arbeit

Ihre Leute kümmern sich um Kunden und Fachaufgaben statt um Copy-and-paste.

Gleichbleibende Qualität

Ein Skript macht den fünfhundertsten Durchlauf genauso sorgfältig wie den ersten.

Unabhängig von Personen

Der Ablauf ist festgehalten und läuft auch, wenn der Zuständige im Urlaub ist.

Schnell umgesetzt

Viele Automatisierungen sind in wenigen Tagen fertig und rechnen sich innerhalb weniger Monate.

Nachvollziehbar

Jeder Durchlauf wird protokolliert. Sie können jederzeit nachsehen, was passiert ist.

Erweiterbar

Ist die Grundlage einmal da, lassen sich weitere Schritte mit geringem Aufwand ergänzen.

Häufige Fragen zur Automatisierung

Eine grobe Rechnung hilft: Wenn eine Aufgabe wöchentlich eine Stunde kostet, sind das im Jahr rund fünf Arbeitstage. Viele Automatisierungen liegen im Aufwand darunter. Bei Aufgaben, die nur zweimal im Jahr anfallen, raten wir meistens ab, außer sie sind besonders fehleranfällig.

Skripte sind nicht in Stein gemeißelt. Ändert sich ein Dateiformat oder ein Ablauf, passen wir das an. Deshalb dokumentieren wir von Anfang an, was das Skript tut und woran es hängt. So ist eine Anpassung meist eine Sache von Stunden, nicht von Tagen.

Wir testen grundsätzlich zuerst ohne Schreibzugriff und lassen die Automatisierung danach eine Weile parallel zur Handarbeit laufen. Erst wenn die Ergebnisse übereinstimmen, wird umgestellt. Zusätzlich sichern wir die betroffenen Datenbestände vorher.

Nicht unbedingt. Kleine Automatisierungen laufen auf einem vorhandenen Server oder einem Rechner, der ohnehin durchläuft. Wenn es keinen passenden Ort gibt, stellen wir eine kleine Umgebung bereit, entweder bei Ihnen im Haus oder in unserem Rechenzentrum.

Nein. Automatisierung folgt klaren Regeln, die Sie vorher festlegen und die immer gleich angewendet werden. Das ist bei Aufgaben mit festen Abläufen genau richtig. Wo Regeln nicht ausreichen, weil zum Beispiel Freitext ausgewertet werden muss, kann eine KI-Komponente sinnvoll ergänzen.

Ja, denn genau dafür bauen wir die Überwachung mit ein. Sie bekommen eine Meldung, wenn ein Lauf fehlschlägt, aber auch wenn ein Lauf gar nicht erst gestartet ist. Stilles Versagen ist der häufigste Fehler bei selbstgebauten Automatisierungen, und den vermeiden wir bewusst.

Welche Aufgabe machen Sie jede Woche gleich?

Beschreiben Sie uns einen dieser Abläufe. Häufig lässt sich schon im ersten Gespräch abschätzen, ob sich die Automatisierung rechnet.